Fair Trade 6. Juni 2020 – Veröffentlicht in: CC-Blog – Schlagwörter . , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Was tun für mehr Fair Trade Kleidung?

Mehr Fair Trade für alle. Das wünschen wir uns.

Billig, billig, billig. Aber warum, wenn es auch anders geht.

Wir suchen immerwährend nach dem ultimativen Schnäppchen. Unsere Bekleidung soll im Besten Fall, gut aussehen und der Preis soll so niedrig wie möglich sein. Ja klar, wir profitieren von den Billigpreisen, aber was ist mit unseren Mitmenschen, die am Anfang der Wertschöpfungskette stehen?

Es liegt auf der Hand. Dass die armen Hersteller, die meist aus Bangladesch, Pakistan oder Äthiopien stammen für große Labels zu Billiglöhnen arbeiten und meistens nichts von den großen Gewinnen der Unternehmen abbekommen oder gar leer ausgehen. Sie kämpfen ums Nackte Überleben und kommen, oftmals mit ihren Löhnen nur schwer über die Runden. Zudem sind die Arbeitsbedingungen und Sicherheitsaspekte unzumutbar.

Wie lange können wir diese Umstände mit unserem Gewissen vereinbaren?

Es wäre doch für alle besser und angenehmer, wenn ein kollektives Umdenken an dieser Stelle stattfinden würde. Und wir uns für gerechtere Arbeitsumstände in der Textilbranche einsetzen würden.

Bei Nahrungsmittel funktioniert das ja auch. Es klappt, die Resonanz ist positiv und die Tendenz ist steigend. Wieso nicht auch bei Bekleidung?

Können wir als Konsumenten unseren Lifestyle ändern?

Fast alle von uns finden die Ausbeutung in der Textilbranche verkehrt und ungerecht, nur wie kann man diesen Teufelskreis durchbrechen?

Was würde uns zum Beispiel daran hindern Alternativen anzustreben? Wir können doch das Grüne Online Shopping oder Shoppen generell als Revolution betrachten und uns für eine gute Sache stark machen. Alleine schon durch Gespräche mit unserem Umfeld über das

Thema und unser Konsumverhalten können positive Auswirkungen haben. Wir können dazu beisteuern das sich etwas verändert. Somit würden wir unseren Beitrag als Individuen leisten und Fair Trade unterstützen.

Eigene Initiativen ins Lebens rufen, wie wir es versuchen. Oder wie es beispielsweise die Initiative Cotton Made in Afrika, als Organisation gestartet hat. Sie setzen sich für Baumwollbauern in Afrika ein.

Ob als Unternehmen oder im Privaten im Kleinen Rahmen, ganz egal! Ein nachhaltiges Verhalten, in dieser Sache, kommt uns ökologisch und sozial auf jeden Fall zu Gute. Es öffnet uns Tore und Wege für einen ganz neuen ökonomischen Lifestyle.

Weiterhin können wir damit beginnen nach Fair Trade Siegel Ausschau zu halten und diese Artikel kaufen. Tun wir das, haben wir alle mehr davon.  Wir fördern damit die Fairness in der Herstellung und im Textilhandel. Zudem erwerben wir ein qualitativ besseres Produkt, welches wir länger tragen können. Mehrwert plus Mehrwert. Was will man mehr?! Am Ende kaufen wir weniger ein und haben mehr davon. Ist doch genial!

Wie viel Fair Trade Kleidung ist in Umlauf

Laut einer Statistik sind gerade mal 2-3% der deutschen Unternehmen, Läden, Designer und Labels auf dem Markt darauf ausgerichtet mit Fair Trade Artikeln zu handeln oder sie nach fairen Bedingungen herzustellen. Sie engagieren sich für bessere Arbeitsverhältnisse und mehr. Daraus können wir auch in etwa die Nachfrage der Konsumenten erschließen: Nicht so groß also, darf und sollte ruhig mehr werden. Oder? Ja wir dürfen Umdenken. Und ja, es gibt sie, die Fabriken, Organisationen, Labels, Designer und Läden in Deutschland die begonnen haben umzudenken und ihre Kundschaft für dieses Thema zu sensibilisieren versuchen. Nur um am Rande einige der großen zu nennen wie Tchibo und Adidas oder auch das Brand Russell Athletics von der wir teils unsere Ware beziehen, sind dabei umzudenken. Diese engagieren sich für bessere Produktionsbedingungen und mehr Qualität. Sie bemühen sich, fair zu handeln und bieten dadurch auch Fair Trade Ware an. Es ist schön, dass erste Impulse in die richtige Richtung gesetzt wurden, aber Hand aufs Herz: Reicht das wirklich aus? Wenn wir Fair Trade für alle wollen, dann darf und muss mehr passieren!

Zur Fair Trade Bewegung gehören

Wir als Verbraucher, Hersteller, Designer, Verkäufer etc., können uns zusammentun und uns gegenseitig dabei unterstützen und damit die Nachfrage steigern. So werden auch andere davon überzeugt.

Es kann so viel einfacher sein, wenn mehr aus allen Richtungen kommt. Daraus entstehen neue Gegebenheiten und ein größerer Markt. Im Lebensmittelbereich, wie wir oben kurz angeschnitten hatten, haben wir in den letzten Jahren schon einen Stimmungswechsel und Wandel erlebt. Sowohl bei den Herstellern als auch bei dem Verbrauchen. Wieso dann nicht auch in der Textilbranche!?

Für uns als Unternehmen, das ebenfalls Bekleidung designed und damit Handel betreibt, gilt der Ansatz des Umdenkens umso mehr. Was wäre verkehrt daran sich mit Baumwollbauern, Textilherstellern, Produzenten, Labels, Designern, Textilverkäufern etc. zusammenzuschließen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Auch wenn es am Anfang des Geschäfts schwer erscheint, und die Textillieferkette komplex ist. Ein erster Schritt wäre getan, wenn man andere für das Thema sensibilisiert und irgendwo an der Lieferkette ansetzen kann, um im Laufe der Zeit die Beziehungen weiter auszubauen. Vielleicht erreichen wir am Ende doch 100% Fair Trade bereitzustellen. Auf jeden Fall kann mehr daraus werden, wenn man irgendwo ansetzt. Es gilt hier nur den Fokus zu ändern.

Wir denken, dass nur die Gier nach mehr Profit, den Weg für mehr Fair Trade versperrt und die Unzulänglichkeit der Menschen. Doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Also lasst uns anders denken und gegen den Strom schwimmen!

Wir sind davon überzeugt, dass der Markt in Zukunft für Fair Trade zugänglicher und damit verbunden vielleicht auch lukrativer wird, nicht nur für uns, sondern für alle Beteiligten.

Für mehr Qualität und bessere Arbeitsumstände, statt für Quantität und Ausbeutung. Man ist, was man trägt!

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